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Ausgabe 2 - 11.11.2009
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„Kommen Sie doch in meine Sprechstunde...“ |
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Geschrieben von: AK-Bildung
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Montag, den 16. November 2009 um 18:43 Uhr |
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Es gibt Tage, an denen fühlt man sich wie ein Kassenpatient beim Zahnarzt. Seltene Sprechzeiten und bezahlen muss man auch viel zu viel selbst; zum Beispiel Skripte und Bücher, die zum elementaren Prüfungsstoff gehören.
An der Uni werden wir häufig nicht gut betreut, von schneller Problemlösung ist man meist weit entfernt; es sei denn, die ist: Das kann ich Ihnen auch nicht sagen, fragen Sie mal Ihre Fachschaft.
Auch sonst ist nicht alles Gold, was in den Vierfarb-Prospekten glänzt. Zu viele Prüfungen, unverständliche Bürokratie und nicht zuletzt (Leistungs-) Anforderungen an Stundenpläne, die zeitlich nur mit Überschneidungen und Verspätungen zu realisieren sind. Wir können uns nunmal nicht teilen, um an zwei Vorlesungen oder Seminaren gleichzeitig teilzunehmen.
Und wie vielen geht es auch uns so, dass wir uns – warum auch immer – lieber jahrelang in der Mensa mit den KommilitonInnen gemeinsam aufregen, statt mit der Fachschaft genau das zu ändern.
Aus dieser Erkenntnis ist die Idee geboren, im neuen Semester eine neue Reihe zu starten, die genau solche Mängel benennt. Wir wollen euch ein Forum geben, die großen und kleinen Dinge aufzudecken, die das Studium nur unnötig unsympathisch gestalten.
Und auch die Fachschaften sollen davon profitieren, denn nur wenn sie wissen, was ihr denkt, können sie sich für Änderungen stark machen.
Falls ihr wollt, helfen wir beim Formulieren, Gruppenarbeiten sind willkommen und eure Namen müsst ihr natürlich nicht veröffentlichen.
Schreibt an:
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Viel Spaß beim Meckern wünscht euer AK Bildung!
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. November 2009 um 21:45 Uhr |
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Studierendenstreik in Österreich |
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Geschrieben von: AK-Bildung
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Montag, den 16. November 2009 um 21:27 Uhr |
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Solidarische Grüße an alle streikenden Studierenden in Österreich!
Wir, die FachschaftsVertreterInnenVersammlung der Universität Stuttgart, erklären uns solidarisch mit den Protesten gegen die Missstände im gegenwärtigen Hochschulsystem!
Auch wir haben dieses Jahr in Deutschland während des Bildungsstreiks auf die Probleme im Hochschulbereich aufmerksam machen können. Das war zwingend notwendig, denn auch hier haben wir mit den gleichen Ungerechtigkeiten zu kämpfen, die sich während den letzten Jahren im gesamten Bologna-Raum zunehmend gezeigt haben.
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. November 2009 um 18:40 Uhr |
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Geschrieben von: Lisa Neher
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Montag, den 16. November 2009 um 21:50 Uhr |
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Kommentar zu den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz vom 15.10.2009
Auf einmal kommen aus der Politik wohlgemeinte Appelle, die Studiengangsreform, die Umstellung von den Magister- und Diplomstudiengänge auf Bachelor und Master, nachzubessern. Grund dafür sind auch die Bildungsstreiks im Juni. Doch mit diesen Versprechen auf Reformen der Reform wird der aufsässige Student nur zum Schweigen gebracht und anstehenden Protesten wird so die Legitimation genommen.
Auf der Kulturministerkonferenz wurde der Beschluss verkündet, dass die Studienzeit des Bachelors von sechs auf sieben oder acht Semester angehoben werden kann, dieses Zugeständnis ist schon insofern eine Farce, dass der Bologna Prozess Bachelor Studiengängen eine Studienzeit von sechs bis acht Semestern einräumt, für die Durchführung sind die Universitäten selbst zuständig. Das große Versprechen des Bologna Prozesses, die Allgemeingültigkeit von Abschlüssen und die Möglichkeit die erbrachten Leistungen an anderen Unis und in anderen Ländern anerkannt zu bekommen, soll endlich eingehalten werden. Und schließlich soll auch die Prüfungsdichte abgebaut, und damit der Verschulung der Studiengänge Einhalt geboten werden.
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. November 2009 um 18:40 Uhr |
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„Wachstum. Bildung. Zusammenhalt.“ |
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Geschrieben von: Wolfram Klein
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Montag, den 16. November 2009 um 21:31 Uhr |
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Wenn man diese Überschrift des Koalitionsvertrages zwischen Union und FDP im Bund liest, könnte man meinen, dass die Bildung ein zentrales Thema sei. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Das ist nicht überraschend, weil die Föderalismusreform von 2006 die Kompetenzen des Bundes in der Bildungspolitik fast vollständig beseitigt hat. Wenn man sich den Koalitionsvertrag betrachtet, sieht man, dass das Kapitel zu Bildung und Forschung das kürzeste Kapitel des Vertrages ist: es macht nur 6,4% des Textes aus, wovon noch einmal fast die Hälfte die Forschung behandelt. So bleiben für die in der Überschrift in Großbuchstaben prangende „Bildung“ nur noch 3,5% des Textes. Nach wohlklingenden Worten über die Bedeutung von Bildung heißt es dann: „Deswegen sagen wir der Bildungsarmut den Kampf an.“ (Zeile 2543f.) Die Koalition verspricht, bis zum Jahr 2013 zusätzliche 12 Milliarden Euro für Bildung und Forschung auszugeben. Wie viel davon wirklich für Bildung ist und wie viel für Forschung, wird nicht gesagt. Außerdem gibt es noch die Zeile 559 des Koalitionsvertrags: „Alle Maßnahmen des Koalitionsvertrages stehen unter Finanzierungsvorbehalt.“ Angesichts der für die nächsten Jahre erwarteten riesigen Haushaltslöcher bedeutet das ein dickes Fragezeichen hinter den 12 Milliarden.
Die Regierung verspricht für jedes Kind ein Startguthaben von 150,- Euro. Einzahlungen von Großeltern, Paten etc. sollen durch Prämien gefördert werden. Allerdings dürfte ein Startguthaben von 150,- Euro gerade mal die Kita-Gebühren für ein paar Wochen abdecken und dann aufgebraucht sein.
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. November 2009 um 18:40 Uhr |
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Kommunale Kürzungen betreffen auch Studierende und die Bildung und junge Menschen generell |
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Geschrieben von: Wolfram Klein
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Montag, den 16. November 2009 um 21:32 Uhr |
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Am offensichtlichsten betrifft der Vorschlag der Verwaltung, das Studiticket zu streichen, die Studierenden. Damit will die Stadt 800.000 Euro sparen. Das bedeutet nicht, dass das Studiticket ganz wegfallen würde. Das ist ja auch gar keine Leistung der Stadt, sondern der VVS (die wir mit unserem Studentenwerksbeitrag mit finanzieren). Worum es dabei geht, ist, dass die Stadt in den letzten Jahren Studierenden, die ihren Erstwohnsitz nach Stuttgart verlegt haben, das Semesterticket für ein Semester gezahlt hat. Das soll jetzt gestrichen werden.
Insofern ist dieser Kürzungsvorschlag ziemlich trickreich. Er soll im Dezember beschlossen werden, betroffen sind vor allem Studierende, die in den nächsten Jahren ihr Studium in Stuttgart beginnen werden, aber jetzt noch keine Ahnung haben, dass es sie einmal nach Stuttgart verschlagen wird. Offenbar gehen die Verwaltungsmenschen, denen das eingefallen ist, davon aus, dass die jetzigen Studierenden so unsolidarisch sind, dass sie das ruhig geschehen lassen, wenn sie nicht direkt betroffen sind.
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. November 2009 um 18:40 Uhr |
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CDU schafft Studiengebühren ab – im Saarland |
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Geschrieben von: Nils Langer
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Montag, den 16. November 2009 um 18:45 Uhr |
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Was ist eigentlich gerade los in der Bildungspolitik? Nach all den Wahlen quer durch Deutschland gibt es ganz schön viele Neuerungen und Überraschungen. Die Studis in Thüringen zahlen nichts mehr und im Saarland schafft die CDU die Studiengebühren wieder ab, um Lafontaine ins Leere laufen zu lassen.
Haben sich tatsächlich die „politischen Koordinaten“ in der Hochschulpolitik verschoben? Oder geht die Umwandlung von Hochschulen in Unternehmen immer weiter und damit auch die Selbstfinanzierung der Studierenden? Was ist mit Bachelor/Master und Mitbestimmung?
Dieser Text hat sich die Aufgabe gesetzt, einen Überblick über alle neuen Landesregierungen zu schaffen. Mit der Erkenntnis, dass plakative Forderungen des Bildungsstreiks wie die Gebührenfreiheit zunehmend umgesetzt werden, viele andere aber nicht.
Anmerkung: Die Koalitionsverträge bieten weitaus mehr Diskussionspunkte, die uns als Studierende betreffen, als hier ausgeführt werden kann. Die behandelten Themen stellen sich mir aber als Kernelemente der Hochschulpolitik dar und dienen somit einem Überblick.
Stand: 01.11.2009
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. November 2009 um 18:41 Uhr |
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