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Zum Thema Masterplan (von Sebastian Bertsche) |
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Geschrieben von: Gastautor
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Donnerstag, den 30. Juli 2009 um 12:45 Uhr |
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von Sebastian Bertsche Student Technologiemanagment
Herr Rektor Ressel, als Initiator des Masterplans, bietet eine perfekte Zielscheibe um Protest zu artikulieren und ist natürlich verantwortlich und muss öffentlich kritisiert werden. Jedoch sind das Ministerium für Wissenschaft und Kunst (MWK), das Land und der Bund sicherlich sehr froh, dass sie gerade in Bezug auf den Masterplan nicht in der Schusslinie stehen, obwohl sie durch jahrelange Sparrunden (Solidarpakt etc.) für die jetzige Situation mitverantwortlich sind. Die Universität Stuttgart hat jetzt 25 Prozent weniger Mittel als vor 10 Jahren zur Verfügung muss damit aber eine erhöhte Anzahl an Studierenden bewältigen. Denn nur aufgrund eines enormen Sparzwangs kommt ein Herr Ressel auf Ideen wie die Zusammenfassung der Fakultäten 9 und 10 und Streichungen von Professuren in einigen naturwissenschaftlichen Instituten. Dies bezieht sich auch auf die vor Jahren geführte Elitediskussion und die eingeführten Eliteförderungen. Es ist im Endeffekt auch eine finanzielle Frage, ob man eine Volluniversität auf hohem Niveau finanzieren kann. In diesem Punkt wird die Politik ihrer Verantwortung nicht gerecht. Zum Beispiel zahlt die Stadt Stuttgart keinen Cent an die Uni. Es ist eine gesellschaftliche Frage, ob eine Universität soviel Mittel für die Lehre erhält, wie sie braucht, oder als „Wirtschaftsunternehmen” finanziellen Zwängen unterworfen wird. Zurzeit betrifft dies an der Universität Stuttgart die Geisteswissenschaften. Sollte der Staat sich weiterhin aus der Finanzierung der Bildung zurückziehen, wird in Zukunft nicht die von der Wirtschaft geförderte Forschung, aber sicherlich die natur- und ingenieurwissenschaftliche Lehre darunter leiden. Schon jetzt reichen die Studiengebühren, ca. 12 Mio. Euro, nicht aus um das Finanzloch zu stopfen und in Zukunft wird es, wenn sich die Politik nicht bewegt, zu weiteren Einsparungen kommen müssen. Hier überschneiden sich Bildungsstreik und Protest gegen den Masterplan. Wir sollten ganz klar auch die außeruniversitäre Politik öffentlich mit unserem Protest konfrontieren und in unserer Argumentation angreifen.
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